Hände und medizinisches Wissen
Es gibt immer mehr Menschen mit Problemen des Bewegungsapparates. Wissenschaftliche Studien belegen die Wirksamkeit und
Kosteneffizienz der Chiropraktik als Behandlungsmethode.
Einzigartig
In der Chiropraktik stehen die Patientinnen und Patienten mit ihrer Wirbelsäule und ihrem Nervensystem im Zentrum. Sechs Jahre Studium an der Medizinischen Fakultät in den Fachgebieten der Chiropraktischen Medizin und Humanmedizin und anschliessend 2,5 Jahre Weiterbildung machen die Chiropraktorin und den Chiropraktor zur ersten Anlaufstelle für alle Fragen rund um den Bewegungsapparat. Chiropraktik ist die Symbiose zwischen Medizin und manuellen Fähigkeiten und aufgrund des vielseitigen und umfangreichen Studiums einzigartig.

Den Menschen ganzheitlich betrachten
Unser Lebensstil und die demografische Entwicklung sind Gründe dafür, dass Menschen länger leben. Sie möchten aktiv und beweglich bleiben. Erkrankungen des Bewegungsapparates können die Lebensqualität
der Betroffenen stark beeinträchtigen, verursachen hohe sozioökonomische Kosten und sind der zweithäufigste Hospitalisierungsgrund. Wissenschaftliche Studien belegen die Wirksamkeit und Kosteneffizienz der Chiropraktik als Behandlungsmethode.
Fokus Bewegungsapparat
- Universitärer Medizinalberuf
- Aufgaben: Diagnose, Behandlung, Beratung und Betreuung
- Kompetenzen: medizinisches Wissen, manuelle und intellektuelle Fähigkeiten
- Fokus: Bewegungsapparat, besonders Wirbelsäule, Muskulatur und Nervensystem
- Behandlung: gezielter Einsatz der Hände
- Unmittelbare Therapieerfolge sichtbar
- Beratung: Prävention, Bewegung, Ernährung
Umfassendes Studium
- Kantonale oder eidgenössische Maturität
- Bestandener Eignungstest für das Medizinstudium
- 6-jähriges Studium an der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich
- Eine begrenzte Anzahl Studienplätze pro Jahr an der Universität Zürich
- Studierende aus allen Landesteilen
Attraktive
Berufsaussichten
- Bedarf an Chiropraktorinnen / Chiropraktoren steigt
- Lebenslange Fortbildung
- Interdisziplinäre Arbeit
- Teilzeitarbeit in Praxis oder Spital bzw. Einstieg in die Forschung
- Einstieg in eine akademische Karriere möglich
- Eigene Praxis nach rund 8,5 Jahren möglich
Vielseitiger Berufsalltag
Chiropraktorinnen und Chiropraktoren stellen medizinische Diagnosen und wenden dafür modernste Methoden wie Kernspintomografie (MRI) oder Röntgen an. Sie behandeln Patientinnen und Patienten hauptsächlich mit den Händen und meist ohne Medikamente, wobei chirurgische Eingriffe nach Möglichkeit vermieden werden.
Die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Fachleuten aus der Wirbelsäulenchirurgie, Rheumatologie oder Physiotherapie gehört zum Alltag. Chiropraktorinnen und Chiropraktoren arbeiten selbständig, unabhängig und eigenverantwortlich – ohne Verordnung einer anderen Medizinalperson.
Behandlungsmethoden
Die therapeutischen Möglichkeiten der Chiropraktorinnen und Chiropraktoren gehen weit über die Manipulation hinaus. Je nach Indikation kommen verschiedene muskuläre und reflektorische Behandlungsmethoden, Gelenkmobilisationen, kraniale Techniken, aktive heilgymnastische Massnahmen, Traktionen sowie Ultraschall- oder Elektrotherapie zum Einsatz. Chiropraktorinnen und Chiropraktoren sind zudem mit orthopädischen Hilfsmitteln vertraut, geben Gymnastikanleitungen und beraten Patientinnen und Patienten in Ernährungs- und Ergonomiefragen. Auch die Verordnung ausgewählter rezeptpflichtiger Medikamente sowie verschiedener Therapien wie Physiotherapie gehört zu ihrem Kompetenzbereich. In der Regel verfügen sie über eine eigene Röntgenanlage und können notwendige bildgebende oder laboranalytische Abklärungen auch extern veranlassen.
Die Indikationen
Im Allgemeinen besteht eine Behandlungsindikation bei allen statischen und dynamischen Störungen des Bewegungsapparates. Solche Störungen treten als kurz- oder langfristige Folgen mechanischer wie neurophysiologischer –Veränderungen, nach einer Krankheit, einem Unfall oder in Zusammenhang mit dem normalen Alterungsprozess auf. Diese –Beschwerden können akut oder chronisch auftreten und sind oft eine Folge von Überbeanspruchung, beispielsweise nach einem Unfall oder oft wiederholten Fehlbelastungen.
Berufs-Aussichten
Unabhängige
Praxistätigkeit
Mit abgeschlossenem Studium nach sechs Jahren und erfolgreich abgeschlossener Weiterbildung nach weiteren 2,5 Jahren ist jede Chiropraktorin bzw. jeder Chiropraktor zur unabhängigen Praxistätigkeit berechtigt. Das heisst, sie/er kann unabhängig zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung abrechnen. Chiropraktorinnen und Chiropraktoren
haben auch die Möglichkeit, in einem Spital zu arbeiten oder in der Praxis eines Ärztenetzwerks mit Ärztinnen und Ärzten anderer Disziplinen. In der Schweiz praktizieren heute rund 330 Chiropraktorinnen und Chiropraktoren (Stand 2025). Dies sind zu wenige, der Bedarf steigt.
Interdisziplinäres
Arbeiten
Die interdisziplinäre Zusammenarbeit und die integrierte Versorgung der Patientinnen und Patienten gewinnen an Bedeutung. Effiziente Behandlungspfade können nur im Zusammenspiel aller Beteiligten ihre Wirkung entfalten.
Studien
Die Chiropraktik erlebt weltweit – und damit auch in der Schweiz – einen enormen Aufschwung. Immer häufiger lassen sich Menschen chiropraktisch behandeln. Zahlreiche
wissenschaftliche Studien belegen die therapeutische Wirksamkeit, die Sicherheit der Behandlung sowie das gute Kosten-Nutzen-Verhältnis. Das Gesundheitswesen vieler Länder hat das kostensenkende Potenzial der Chiropraktik erkannt.
Teilzeitarbeit,
Gemeinschaftspraxen
Die neue Generation von Chiropraktorinnen und Chiropraktoren, Ärztinnen und Ärzten strebt nach einem Leben mit einer gesunden Work-Life-Balance. Teilzeitarbeit und Gemeinschaftspraxen sind im Aufschwung, Einzelpraxen sind auch in der Chiropraktik ein Auslaufmodell.
Der Berufsalltag
Langweilig und gleichförmig? Das sind Fremdwörter im Alltag von Chiropraktorinnen und Chiropraktoren. Ob in einer eigenen Praxis oder in einem Spital – der Berufsalltag ist spannend und herausfordernd. Chiropraktorinnen und Chiropraktoren behandeln Menschen mit ganz unterschiedlichen Beschwerden – jeder Tag bringt neue Herausforderungen und Erfolgserlebnisse. Wichtig ist die ganzheitliche Betrachtung: Nicht alle Patientinnen und Patienten werden mit manueller Manipulation behandelt. Gespräch, Anleitung zu Übungen sowie Beratung zu Ernährung und Verhalten sind wichtige Bestandteile der Behandlung. Zum Alltag gehört auch die enge Zusammenarbeit mit Hausärztinnen und Hausärzten sowie Fachleuten aus Orthopädie, Rheumatologie, Wirbelsäulenchirurgie oder Neurologie.
